

Behandlungsphilosophie
Im Mittelpunkt stehen Ihre persönlichen Beschwerden und Ihre individuelle Vorgeschichte. Ich nehme mir Zeit für ein ausführliches Gespräch und eine intensive Diagnostik. Die bisher erhobenen medizinischen Befunde beziehe ich ebenfalls in die Behandlung mit ein.
Mit sanften, gezielten Handgriffen spüre ich Funktionsstörungen auf und behandle diese ursachenorientiert. Dabei werden durch manualtherapeutische Techniken Blockaden, Bewegungseinschränkungen und Spannungen in Muskeln, Gelenken und Faszien gelöst. Die Osteopathie ergänzt dies, indem sie die Zusammenhänge zwischen Bewegungsapparat, inneren Organen und dem craniosakralen System berücksichtig. Die Akupunktur erweitert das therapeutische Spektrum um bspw. Schmerzen zu lindern und Selbstheilungsprozesse zu unterstützen.
Durch meine jahrelange physiotherapeutische Erfahrung kann ich Ihnen zudem hilfreiche Übungen demonstrieren und für zu Hause mitgeben, um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern. Meine fachärztliche Expertise ermöglicht es mir neben einer fundierten ärztlichen Diagnostik, die gesamte Therapie realistisch einzuschätzen, Risiken zu erkennen und Sie bei Bedarf gezielt weiter zu verweisen.
Manuelle Medizin
Die Manuelle Medizin ist ein modernes, wissenschaftlich anerkanntes Diagnose- und Behandlungskonzept, das fester Bestandteil der universitären Medizin ist.
Mit den Händen werden Blockierungen, verspannte Muskeln oder andere Auffälligkeiten ertastet. Mit verschiedenen Techniken werden z.B. Gelenke mobilisiert, Muskeln gedehnt und Nerven stimuliert – ganz ohne Hightech-Geräte.
Ein zentraler Punkt ist der ganzheitliche Ansatz: Der Mensch wird in seinem persönlichen, beruflichen und psychosozialen Umfeld betrachtet. Auch Gespräche über mögliche Belastungen helfen, Beschwerden zu verstehen und den Heilungsprozess nachhaltig zu unterstützen.
Im Gegensatz zu den früher häufig als kräftig empfundenen chiropraktischen Methoden, steht heute ein schonendes, kontrolliertes und für Patient:innen gut verträgliches Vorgehen im Mittelpunkt.
Ärztliche Osteopathie
Die ärztliche Osteopathie basiert auf wissenschaftlich-medizinischen Kenntnissen und ergänzt die klassische Schulmedizin sinnvoll. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Bewegungsapparat, inneren Organen, Nervensystem und Bindegewebe.
Nach einer ausführlichen Anamnese erfolgen Diagnostik und Therapie. Vorwiegend mit den Händen werden Beweglichkeit, Spannungszustände und Gewebebeschaffenheit untersucht. Dabei werden nicht nur einzelne Symptome betrachtet, sondern der Mensch als Ganzes in seinem körperlichen und funktionellen Zusammenhang gesehen.
Mit sanften Techniken werden Spannungen gelöst, die Durchblutung und der Lymphfluss verbessert und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.
In Deutschland wird diese als „Osteopathische Verfahren“ definierte Behandlungsweise als Bestandteil und Erweiterung der Manuellen Medizin von der Bundesärztekammer anerkannt. Ziel ist es, Funktionsstörungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, sowohl bei akuten als auch bei chronischen Beschwerden – immer sicher eingebettet in die ärztliche medizinische Betreuung.
Akupunktur
Akupunktur ist eine bewährte Therapieform aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie unterstützt den Körper dabei, sein natürliches Gleichgewicht wiederzufinden. Durch das gezielte setzen feiner Nadeln an bestimmten Punkten werden Reize ausgelöst, die regulierend auf das Nervensystem wirken und körpereigene Heilungsprozesse aktivieren können.
In der modernen Medizin wird Akupunktur vor allem zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt. Sie kann eine sinnvolle Ergänzung zur orthopädischen Therapie, z.B. bei Beschwerden des Bewegungsapparates – wie Rücken-, Nacken- oder Gelenkschmerzen – sein. Auch bei chronischen Erkrankungen wie Arthrose oder Bandscheibenvorfällen kann sie zum Einsatz kommen.
Ein großer Vorteil der Akupunktur ist ihre ganzheitliche Wirkung. Sie zielt nicht nur auf die Symptome, sondern bezieht den gesamten Organismus mit ein.
Behandlungsschwerpunkte
- Beschwerden der Wirbelsäule (Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule)
- Nacken- und Schulterbeschwerden
- Kopfschmerzen und Kiefergelenksstörungen (CMD – cranio-mandibuläre Dysfunktion)
- Funktionsstörungen von Hüfte, Knie, Sprunggelenk und Fuß
- Akute und chronische Rückenschmerzen
- Muskel- und Faszienspannungen
- Schmerzen und Bewegungseinschränkungen von Schulter, Ellenbogen und Hand
- Fehlhaltungen und muskuläre Dysbalancen durch Alltag, Beruf und Sport
- Bewegungseinschränkungen nach Verletzungen oder Operationen
- Funktionelle Beschwerden des Bewegungsapparates
- Verkettungsproblematiken
- Viszerale Funktionsstörungen mit Bezug auf den Bewegungsapparat
- und weitere

Behandlungstechniken
Mobilisation
Die Mobilisation dient dazu, die Beweglichkeit eingeschränkter Gelenke zu verbessern. Dabei wird das betroffene Gelenk vorsichtig bewegt – zunächst langsam und kontrolliert und anschließende mit steigender Geschwindigkeit und dosiert zunehmendem Druck. So kann die Bewegungsfähigkeit schrittweise erweitert werden, ohne dass das Gelenk überlastet wird.
Manipulation
Wenn sich Gelenkblockaden oder hartnäckige Bewegungseinschränkungen durch Mobilisation nicht lösen lassen, kommt die Manipulation zum Einsatz. Bei dieser Technik wird das Gelenk mit einem gezielten, kurzen Impuls behandelt – dabei wird nur wenig Kraft in einem minimalen Bewegungsbereich mit hoher Geschwindigkeit eingesetzt, um dadurch die Beweglichkeit effektiv wiederherzustellen. Hierbei wirkt ein nervaler Reiz an Nozizeptoren und führt zu einer reflektorischen Entspannung der blockierenden Muskeln
Weichteiltechniken
Weichteiltechniken beinhalten verschiedene manuelle Verfahren, die auf Muskeln, Sehnen, Bindegewebe und Faszien abzielen. Durch gezielte Streich-, Dehn- oder Drucktechniken in unterschiedlichen Intensitäten können verspannte oder beeinträchtigte Gewebestrukturen gelockert werden. Gleichzeitig wird die Zirkulation von Gewebsflüssigkeiten angeregt, wodurch das Lymphsystem unterstützt und das Zusammenspiel von Bewegungs- und Nervensystem entlastet wird.
Faszien durchziehen den gesamten Körper und umhüllen Muskeln, Muskelgruppen sowie Organe, wodurch sie ein engmaschiges Stütznetz bilden. Sie tragen zur Stabilität bei, Schützen das Gewebe und wirken wie natürliche Stoßdämpfer, die den Körper in seiner Funktion unterstützen.
Counterstrain-Technik
Bei dieser Technik wird das Prinzip von Spannung und Gegenspannung genutzt. Im Fokus stehen druckempfindliche Stellen, sogenannte Tenderpoints, die etwa einen Zentimeter groß sind und sich in Muskeln, Faszien, Bändern oder Sehnen befinden. Der entsprechende Körperbereich wird für rund 90 Sekunden in einer bestimmten Position gehalten, bis sich die Gewebespannung an der betroffenen Stelle merklich verringert.